Bilder der Vernissage:
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Die Winterpause ist vorbei und HEADEGG startet mit seiner siebten Ausstellung in die neue Saison! Wir freuen uns auf Gerhard Schabel und seine Installationen „Was sich bewegt, kann man nicht denken“. Ausgangspunkt der Arbeit von Gerhard Schabel ist das Verhältnis zwischen Bewegung, Zeit, und Moment, dem er sich, in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Thomas Heiber, seit einigen Jahren widmet. Am Ende ist es die Frage nach dem fotografischen Moment, der für seine Arbeit entscheidend ist. „Der Aspekt, wie man den Dingen Sein gibt, also eine Dauer. Und doch scheint mir die eigentliche Arbeit und die Funktion von Kunst das Gegenteil dessen zu sein und in der Freiheit zu liegen, solche (definierten) Seinszustände, seien es nun Moden, Ideen, Ideologien, moralische Systeme bis hin zur Religion wieder in Bewegung zu bringen. Das beinhaltet eben nicht nur einen ästhetische Genuss, sondern die Möglichkeit, dass etwas angeregt wird und beschäftigt, neue Bewegungsmöglichkeit eröffnet bis hin zur Trauer und der Akzeptanz der eigenen Endlichkeit, mit der darin liegenden Öffnung zum Moment.“ Der Beobachter sieht sich Installationen gegenübergestellt, die in ständigem Wandel begriffen sind. Laufend ergeben sich neue Bildkompositionen, Sinnzusammenhänge und Assoziationen. Es werden verschiedenste Empfindungen geweckt. Vorder- und Hintergrund verschwimmen, wechseln sich ab und irritieren den Betrachter. Das Sehvermögen wird infrage gestellt, Bewegungsabläufe werden körperlich erfahrbar gemacht. Die Installation erzielt eine Verlagerung des Denkens hin zur intuitiven Wahrnehmung. Im Betrachter werden neue Impulse ausgelöst, die Mut und Anstrengung verlangen und ihn auf eine Reise mitnehmen. Die drei gezeigten, vom Grundaufbau her statischen Installationen, werden durch verschiedene Methoden in Bewegung gesetzt. Die erste Arbeit zeigt Projektionen von Fotografien auf sich leicht bewegenden Papierbahnen. So entstehen Räume und Landschaften mit Tiefenwirkung. In dem zweiten Werk werden auf einem Bildschirm Fotografien gezeigt, die sich durch prismenartige Verschiebungen von einzelnen Bildelementen, permanent verändern. In der letzten Arbeit erlebt ein kleines Mädchen durch einen sich ständig verändernden Hintergrund die Geschichte eines Lebens. Gerhard Schabel schafft es so auf wundervolle Art und Weise, dem Medium der Fotografie vollkommen neue Facetten und Wirkungsweisen einzuhauchen.
Ein Kommentar von Lea Grebe
